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Auf dem Landweg in den Kaukasus 2014   Ι  Von Okzident bis Orient


Verfasst und erlebt von: Anna & Tobias Letzte Aktualisierung am 07.03.2016

DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH - TÜRKEI - GEORGIEN - ASERBAIDSCHAN

Jede Reise hat einen Prolog, eine Vorgeschichte des Planens, des Hoffen und Bangens, manchmal auch des Scheiterns, des Entgegenfieberns und der Freude. Müsste ich den Prolog zu unserer Interrailreise im Sommer 2014 in Fließtext bringen, dann würde er wahrscheinlich größtenteils davon handeln, wie wir vor der Europakarte im Arbeitszimmer stehen und etwas überfordert mit den Augen den Luftweg abfahren, der unsere geplante Reise über Osteuropa und Eurasien beschreibt. 10.000 km. Wirkt weniger einschüchternd, wenn wir zur Weltkarte im Wohnzimmer wechseln, aber die Zahlen bleiben hinter der Stirn kleben - 10.000, in km. Zu Überwinden innerhalb von 20 Tagen. Auf dem Landweg.

Hm... Alles begann im Herbst 2013. Mit einem Bild in einem Reisebericht aus einem Internetforum - ein monumentales, graues Gebäude mit angelaufener Fassade, Marke Sozialismusbau, davor eine windige, kastenförmige Stahlkonstruktion, beschmiert mit Rostschlieren, wie Blutflecken sahen die aus. Das Bild stammte aus Tschiatura. Laut Google eine Seilbahnstadt im georgischen Imeretien am Fuße des Kaukasus, laut Netzkollektiv eine Spielwiese für Industrialisierungs-Nostalgiker, insgesamt ein außergewöhnliches, aber lohnendes Reiseziel für schwindelfreie Abenteuerlustige.

Es dauerte nicht lange, dann lag der erste Reiseführer über Georgien auf unserem Nachtisch, die Favouritenliste in unseren Browsern füllte sich langsam mit Links zu Seiten über Eurasien und dem Kaukasus. Immer häufiger standen wir im Wohnzimmer vor unserer Weltkarte und zogen mit dem Finger die möglichen Routen zwischen Deutschland und Russland nach.

Als ein halbes Jahr später eine milchige Aprilsonne den Matsch von den Straßen wusch, den manche euphemistisch als Schnee bezeichneten, waren unsere Reisepläne für den Sommer eine ausgemachte Sache.

Zu dem Reiseführer auf dem Nachtisch gesellten sich weitere über die Türkei und Aserbaidschan hinzu. Langsam zeichnete sich eine konkrete Reiseroute ab, die vorsah, dass wir Luft in Österreich, der Türkei, Georgien, Aserbaidschan und Rumänien schnuppern würden. Die potentiell zurück gelegten km häuften sich, ebenso wie unser Hunger auf Eurasien, je mehr wir uns in die wilden Weiten des Kaukasus und die exotischen Farben Aserbaidschans einlassen. Je näher die Reise auf dem Kalender rückte, desto häufiger folgte nach einem Check der Route auf der Landkarte ein zuversichtliches Schulterzucken statt eines unsicheren Blickwechsels.

Wir lasen von Städten aus Licht, Farben und Historie, von Innenstädten, geformt durch die Antike, durch Römer, Osmanen und durch die Neuzeit, von einem unvorstellbaren Reichtum an Flora und Fauna in tiefgrünen Bergwelten, von Ölseen und brennenden Bergen. Und wir wollten so viel davon sehen, wie uns möglich war.

Anfang August dann, nachdem der Kelch der wochenlangen Planung endlich ausgetrunken ist und aus Theorie Praxis wird: Die voll bepackten Rucksäcke drücken gegen die Schulterblätter, die ersten 600 km Schienen liegen vor uns. Als wir im österreichischen Villach in den Zug Richtung Osten steigen bilden wir uns ein, im Fahrwind bereits einen zarten Hauch von Zimt und Koriander auszumachen... 

 


// Übersichtskarte // 


 


// Übersicht über die Reiseberichte //


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40 Stunden im Nachtzug I Mit dem Optima-Express in die Türkei
Tübingen - Villach, Österreich - Edirne, Türkei
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Ein Tag in Edirne I Wo sich Hasen und Omnibusse Gute Nacht sagen
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Unterwegs in Istanbul Teil 1 I Eine laue Sommernacht und ein Aufschrei
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Unterwegs in Istanbul Teil 2 I Zwischen Großstadthektik und Märchenpathos
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Hamam-Besuch in Istanbul I Atempause im türkischen Dampf-Bad
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Schienenleben in der Türkei I Mit dem YHT von Istanbul nach Ankara
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Fünf Stunden Ankara I Kurze Atempause in der Hauptstadt
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Schienenleben in der Türkei I Mit dem Doğu-Ekspresi von Ankara bis Anatolien
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Schienenleben in Georgien  I  Im Führerstand von Batumi nach Tbilisi
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In Georgiens Hauptstadt TBILISI - bald fertig ;)
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Die Seilbahnstadt TSCHIATURA - bald fertig ;)
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Die Georgische Heerstraße I Über zweitausend Jahre Völkergeschichte
Tbilisi - Stepanzminda - Gudauri, Georgien
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Nachtzug nach AserbaidschanI Über Nacht von Tbilisi nach Baku
Tibilisi, Georgien - Baku, Aserbaidschan
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Ein Tag in Baku I An der schmutzigsten saubersten Uferpromenade
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