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Ein Tag in EdirneI Wo sich Hasen und Omnibusse Gute Nacht sagen


Verfasst und erlebt von: Anna & Tobias Letzte Aktualisierung am 06.04.2015

EDIRNE, TÜRKEI

Auf dem Landweg in den Kaukasus  - Nach drei Tagen im Zug will mein Rücken nicht so recht. Über tausend Kilometer im Optima Express haben den Hintern breit und die Versen lauffaul gemacht. Als wir mit reichlich Verspätung aus dem Waggon auf den sauberen, pragmatischen Bahnhof von Edirne in Beton-Optik treten, kriecht sommerlich dicke Luft mit einem leichten Beigeschmack nach Diesel in unsere Lungen. Sofort tritt ein Bahnmitarbeiter auf uns zu, äußerlich nicht zu unterscheiden von unseren aufgescheuchten Mitreisenden, und schiebt uns in Richtung Eingang des Bahnhofsgebäudes. In der gespenstisch leeren Empfangshalle mit den verbarrikadierten Schaltern weist nur der stromlose Flachbildmonitor unter der pastellfarbenen Decke darauf hin, dass für eine ferne Zukunft hier wieder mehr Verkehr geplant ist. Trotz der vorhandenen Infrastruktur halten außer dem Optima Express momentan kaum Züge in Edirne.

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40 Stunden im NachtzugI Mit dem Optima-Express in die Türkei


Verfasst und erlebt von: Anna & Tobias Letzte Aktualisierung am 06.01.2015

TÜBINGEN - VILLACH, ÖSTERREICH- EDIRNE, TÜRKEI

Auf dem Landweg in den Kaukasus  - Die Luft ist staubig, der Staub kitzelt etwas in der Nase. Im ganzen Waggon riecht es nach angewärmtem Teppichboden. Ein dunkler Lockenkopf, der mir kaum bis an die Hüfte reicht, flitzt an mir vorbei, quietscht fröhlich und aufgekratzt in Erwartung der langen Zugfahrt, die ihn in das Land seiner Vorfahren bringt. Sein Optimismus wirkt ansteckend. Ich lehne mich gegen die Waggonwand, lege die Ellenbogen auf das kalte Metall des Fensterrahmens und strecke den Kopf in den österreichischen Abend. Auf dem Bahnsteig stehen bunte Haufen aus aufgeräumt wirkenden Gepäckstücken und deren weniger aufgeräumt wirkenden Besitzern herum, die im gleichen Grad entspannt aussehen, wie wir uns planlos fühlen. Die Schlange vor dem Check In in dem angelaufenen Container hat sich schon vor über einer halben Stunde aufgelöst, eigentlich sollten wir längst losgefahren sein. Vor uns liegen eintausendvierhundert km Strecke und zwei Nächte im Optima Express, auf die wir uns schon seit Wochen freuen. Die Schienen führen weit in den Osten, eine Fahrt über Slowenien, Kroatien und Serbien, dann nach Bulgarien und schließlich Richtung Türkei weiter in einen Teil auf der Weltkarte, auf dem bisher noch für keinen von uns ein Reisefähnchen steckt.

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