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Panoramafahrt im Winterwunderland  Ι Über die Albulabahn nach Bergün


Verfasst und erlebt von: Anna & Tobias Letzte Aktualisierung am 16.07.2015

TUTTLINGEN - ZÜRICH - CHUR - BERGÜN, SCHWEIZ 

2015 - Ich stelle fest: Es ist kalt. Aus irgendeinem Teil meines Gedächtnisses springen mich ein paar angestaubte Erinnerung an knirschenden Schnee unter den Stiefeln an. Es gibt ihn noch, den deutschen Winter, auch wenn uns die letzten Jahre (und zugegebenermaßen eine Herbst-Winter-Periode 2013/2014 unter südostasiatischer Sonne) den Respekt vor der Kälte aus den Knochen getrieben hat. Ich bin fast versucht, mich in den wie Puderzucker glatt gestrichenen Neuschnee zu werfen und auf dem Bahnsteig in Tuttlingen ein paar Schneeengel zu hinterlassen.

Die müssen allerdings warten - der Zug fährt bereits ein, ein grell-roter Protest gegen das einheitliche Grau und Weiß der Umgebung. Der SBB-InterCity schiebt sich in Richtung Schweiz, vorbei am Hohentwiel, der nur blass im dünnen Vormittagslicht liegt, und dem Rheinfall bis nach Zürich, wo die Wolken beginnen, sich brav langsam auseinander zu schieben. In Zürich bleibt uns nur die Zeit, unsere durch Weihnachtsbraten und Familienharmonie schwerfällig gewordenen Körper aus dem Abteil zu hieven und über den Bahnsteig mit einem kleinen Abstecher in der SBB Lounge in den Anschlusszug zu verfrachten. Während sich die Sonne vor dem Fenster ein Bleiberecht einräumt, gleiten wir an der Kante des Zürich- und des Walensees entlang. Unser Ziel: Hobbingen. Oder so etwas in der Art ...

Über die Albulabahn von Chur nach Bergün

Es gibt Prädikate, die verkommen mit der Zeit zum Klischee. UNSECO-Weltkulturerbe ist -  unserer Erfahrung nach - zum Glück keines davon. Deswegen ahnen wir bereits, dass die Fahrt über die Albulastrecke spektakulär werden wird, vor allem um diese Jahreszeit. In Chur steigen wir in unseren Zug der Rhätischen Bahn um und suchen uns einen Platz im Panoramawagen. Eingesunken in die schwarzen Ledersessel, die Füße lang ausgestreckt in unserer geräumigen Sitzecke, beschlagen wir mit unserem Atem die Scheibe, während sich unser Zug mit mäßiger Geschwindigkeit in Bewegung setzt und sein stechendes Rot durch das winterliche Weiß schiebt. 


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Draußen schrumpft die Welt auf eine Miniaturlandschaft zusammen, in der pulvriger Neuschnee, mystische Nebelgestalten, winterschläfrige Gehöfte und tiefverschneite Steilhänge die perfekte Kulisse für jedes winterliche Bergklischee bieten. Nebel kriecht in die teifgrünen Tannenwälder und wieder hinaus, während wir auf den schmalspurigen Schienen entlang gleiten. Schon seit über 110 Jahren schraubt sich die Albulabahn ihrem Weg von Thusis nach St. Moritz durch über vierzig Spiral- und Kehrtunnel und überwindet dabei über eintausend Höhenmeter. Ingenieuristechnisch eine Höchstleistung, ist es vor allem aber die durch die ungewöhnliche Streckenführung zugänglich gemachte, unwirtliche Landschaft, die an der Albulalinie so reizt - Steilhänge und raue Felsrücken rahmen die Aussichten aus den großen Zugfenstern in jeder Kurve in romantisch-kitchige Hochland-Motive, der Zug windet sich so organisch und scheinbar biegsam an den Bergkanten entlang, dass man hinter jedem Tunnel ein neues Oben und Unten suchen muss. Bei Filisur schießt der langsamste Schnellzug der Welt mit einer halsbrecherischen Geschwindigkeit von geschätzt 60 km/h in einer Höhe von über sechzig Metern über das Landwasserviadukt, direkt auf einen kantige Bergwand zu, wird von einem weiteren Kehrtunnel geschluckt und danach zurück in den nebligen Nachmittag gespuckt. Nach etwas mehr als einer Stunde werden wir gemächlich langsamer, als wir ohnehin schon sind. Hinter die Scheibe zeichnet sich der kleine, provinziale Bahnhof von Bergün ab, der Wintersport und klare Bergluft verspricht. 

Ausrangierte Dampfloks in Tuttlingen SBB Lounge Zürich HB Fensterblick: Zwischen Chur und Filisur

Fensterblick: Auf dem Weg nach Chur

Fensterblick: Das berühmte Landwasserviadukt Fensterblick: Tannen soweit das Auge reicht Fensterblick: Nahe Tiefencastel

Im Panoramawagen (1.Klasse)

Schnellzug der Rhätischen Bahn bei Bergün Fensterblick auf Bergün Fensterblick auf Bergün

Schnellzug der Rhätischen Bahn zwischen Bergün und Preda

Ankunft in Bergün (Im Winter ist der Panoramawagen gegen eine Gebühr von 5 CHF nutzbar) Gemütlich geht es in den Zügen der Rhätischen Bahn zu (1.Klasse) Ein Triebwagen der Rhätischen Bahn zwischen Bergün und Preda

Unser Anreisetipp:

Von Deutschland aus erreicht man Bergün per Schiene schnell und bequem. Es gibt mehrere Direktverbindungen bis Chur. Von dort aus steigt man auf Meterspur um und fährt mit der Rhätischen Bahn über die berühmte UNESCO-Welterbe Albulastrecke in etwas mehr als einer Stunde nach Bergün. Die meisten Züge führen im Winter einen Panoramawagen, der gegen einen Aufpreis von 5 CHF nutzbar ist.

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Unsere Linktipps:

Unser Hotel Piz Ela in Bergün auf www.booking.com

Die Albulastrecke auf www.rhb.ch

Das Bahnmuseum in Bergün auf www.bahnmuseum-albula.ch

Die Rhätische Bahn auf www.rhb.ch

 

 

 

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