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Ein Tag in Rom Ι Unterwegs in der Ewigen Stadt


Verfasst und erlebt von: Tobias Letzte Aktualisierung am 26.04.2015

ROM, ITALIEN

Am Abend verlassen wir München in Richtung Italien, der Nachtreisezug CityNightLine "Lupus" (Abfahrt 21:08 Uhr) steht bereit und wir beziehen unser Deluxe-Abteil im Schlafwagen, ein gemütliches Abteil mit zwei Betten, Holzverkleidung an den Wänden und einem privaten Badezimmer. Nach der Fahrkartenkontrolle überrascht uns der Kellner mit einer Flasche Rotwein und wir lassen den Abend im Zug ausklingen. Gegen 7:30 Uhr werden wir mit Kaffee und Frühstück geweckt und erreichen nach einem kleinen Plausch und persönlicher Verabschiedung von unserem Schaffner überpünktlich die italienische Hauptstadt Rom.

Schlafwagen des CityNightLine "Lupus" kurz vor Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof

Willkommensgruß der CityNightLine Schlafwagen Deluxe Abteil in Tagesstellung IMG 3196ev Badezimmer im Deluxe Abteil 

Das im Fahrpreis inkludierte Frühstück kurz vor der Ankunft in Rom

Wir starten unsere Entdeckungstour gegen 9 Uhr am Bahnhof TerminiEin absolutes „Muss“ für jeden Fan römischer Architektur ist bei einem ersten Besuch in Rom der Sankt Peter (Petersdom) im Vatikan. Von der Stazione Termini  erreicht man den Sankt Petersplatz mit dem Bus Nr. 64, der quer durch die Stadt fährt und dem Reisenden somit ermöglicht, sich einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen.

Der von dem berühmten Baumeister Lorenzo Bernini in den Jahren 1656 bis 1667 erbaute Platz mit seinen Kolonnaden und 370 Pfeilern liegt prächtig und pompös vor uns. Sehenswert sind hier die beiden 8 Meter hohen Brunnen und der in der Mitte stehende ägyptische Obelisk mit 28 Metern Höhe. Dahinter thront die Kuppel von Sankt Peter über der Szenerie. Der Petersdom, Baubeginn 1506, wurde 1626 eingeweiht. Im Inneren der Kirche, die eine Masse von bis zu 60.000 Menschen fassen kann, findet sich eine ebenfalls pompöse Ausstattung mit Altären, Denkmälern, Gemälden, Skulpturen (u.a. die Pieta von Michelangelo), glänzende Marmorfußböden und die mächtige Kuppel über dem Hauptaltar. Die Kuppel ist 124 Meter hoch (im Vergleich: Der Turm des Freiburger Münsters erreicht eine Höhe von 116 Metern). Die Besichtigung der Kuppel bis hoch zur Laterne lohnt sich, denn oben angekommen eröffnen sich einmalige Ausblicke auf Rom uns seine Umgebung sowie auf die vatikanischen Gärten (Eintritt: 7 Euro, in der Kirche führt ein Aufzug bis zum Dach, dann zu Fuß in einem schmalen und schrägen Gang innerhalb der Kuppel). Man sollte für diese erste Station nicht mehr als insgesamt 2,5 bis max. 3 Stunden einplanen.

Der Petersdom im Vatikan

Eine der Kuppeln im Inneren des Petersdoms Blick von der Kuppel in das Innere des Petersdoms Eng, schräg und verbaut ist der Weg zur Laterne

Der Petersdom bei Nacht

Die Aussichtsplattform erreicht man über einen Aufzug Die Laterne bietet einen grandiosen Blick auf Rom und die Vatikanischen Gärten Die Laterne bietet einen grandiosen Blick auf Rom und die Vatikanischen Gärten

Bei einem Spaziergang zu Fuß lernt man Rom und seine Merkmale am Besten kennen: Antike Architektur, die Renaissance, das Barock und die Moderne, das quirlige Leben im Stadtkern, und alles, was man am Straßenrand sonst noch Interessantes entdeckt.

Ausgerüstet mit einem übersichtlichen Stadtplan – mit Straßenangaben – sind die nachfolgend aufgeführten Plätze leicht zu finden.

Vom Petersdom gehen wir nun geradeaus, entlang der Via della Conciliazione bis zum Tiber. Zur linken steht die mächtige Engelsburg, die Castell San Angelo, 130 nach Christus von Kaiser Hadrian als Mausoleum gebaut. (Bis hierher ca. ein Kilometer) Wir überqueren den Tiber über die prächtige Engelsbrücke Ponte San Angelo, die Hadrian um 136 nach Christus erbauen ließ und die 1668 mit zehn Engelsfiguren nach einem Entwurf von Bernini ausgestattet wurde. Über die Via die Coronati erreichen wir die Piazza Navona (Von der Engelsbrücke aus nach ca. einem Kilometer).

Die Piazza Navona ist einer der schönsten Plätze Roms - 240 auf 65 Meter groß. In der Mitte steht der berühmte Vier-Flüsse-Brunnen mit Obelisk, von Bernini zwischen 1647 und 1651 geschaffen, eine Art „Wasserlandschaft“, die flankiert wird vom il Moro-Brunnen im Süden und dem Neptun-Brunnen im Norden (Von hier zur nahen Piazza Rotonda mit dem Pantheon sind es ca. 500 bis 600 Meter).

Inmitten der Altstadt schließlich trifft man auf das Pantheon, das einzige „noch stehende“ antike Gebäude Roms. Ursprünglich 27 vor Christus erbaut wurde es unter Kaiser Hadrian 120 bis 126 nach Christus wieder hergestellt. 615 nach Christus wurde es zu Ehren Mariens und aller Märtyrer geweiht. Unter anderen ist hier das Grabmal des mit 37 Jahren gestorbenen Malergenies Raffael zu finden.

Impression am Wegesrand zwischen Engelsburg und Piazza Navona

Tiber, Engelsburg und Engelsbrücke Die Piazza Navona mit dem Vier-Flüsse-Brunnen Die Spanische Treppe

Fiat 500

Das Pantheon Im Inneren das Pantheon Mystische Lichtstimmungen enstehen durch das Loch im Dach des Pantheon

Von der Piazza Rotonda führt unser Weg zur Fontana di Trevi über die Via die Pastini und die Via di Pietra. Wir überqueren die Via del Corso und kommen entlang der Via delle Muratti direkt zur Fontana di Trevi (Vom Pantheon zum Trevibrunnen sind es ca. 600 Meter). Der wohl berühmteste römischen Brunnen der Stadt wurde nach einem Entwürfen von Salvi und Bernini zwischen 1735 und 1762 erbaut. Romnostalgiker begeistern sich für das Schauspiel der Figuren - phantastische Meereswesen, ihnen voran Neptun persönlich, die sich am Rande des Wassers auf einer mächtigen Felsformation tummeln, der Ausdruck von Lebenslust und archaischer Naturgewalt. Einer alten Tradition gemäß soll jeder, der nach Rom zurückkehren möchte, eine Münze in den Brunnen werfen – und zwar rückwärts über die linke Schulter. Tagsüber überfüllt von Touristen, findet man den Brunnen nach Einbruch der Nacht angenehm verlassen vor. (Für die bis hierher beschriebene Route sollte ein Limit von ca. 7 Stunden eingehalten werden – d.h. es ist ca. 16 Uhr)

Der Trevibrunnen bei Nacht

Auf der Engelsbrücke Der Trevibrunnen am Tage Klassische Häuserfassade 

Detailaufnahme der Trajanssäule

 Impression am Wegesrand nahe der Via del Corso Hostaria Nahe des Trevi-Brunnens Monumento Vittorio Emanuele II. an der Piazza Venetia

Wir schließen den Tag ab mit einem Spaziergang zur Piazza Venetia und dem Kolosseum.

Vom Trevibrunnen geht es zurück zur ca. 300 Meter entfernten Via dal Corso und mit Bus oder per Pedes zur Piazza Venetia. Hier erlebt man beidseits entlang der Via dei Fori Imperiali das „alte Rom“ mit Ausgrabungen, den Tempeln und Säulenresten aus verschiedensten Epochen und weitläufigen Ausblicke auf das Forum Romanum und dem Palatin-Hügel im Hintergrund, einer der sieben Hügel Roms. Hier findet man neben mächtigen Palastbauten detaillierte Kuppelkirchen, unter anderem die San Marco mit Mosaiken von 840 nach Christus. Direkt vor uns erhebt sich das Monumento Vittorio Emanuele II von 1885, ein prunkvoller, protziger Riesenbau aus weißem Kalkstein zu Ehren der Wiedervereinigung Italiens unter König Vittorio Emanuele II. Dessen 16 Meter hohes Reiterstandbild steht im Zentrum des Baus. Besonders sehenswert auf der linken Seite der „Kaiserstraße“ ist die berühmte Trajanssäule, die zu Ehren Kaiser Trajans errichtet wurde, der von 98 bis 117 nach Christus das römische Reich in seiner größten Ausdehnung regierte. Die Reliefs der mächtigen Siegessäule berichtenin einem von unten nach oben steigenden spiralen Band detailverliebt über Kriege mit und Siege des Kaisers über das Land Dracien (heutiges Rumänien). Das Band ist ca. 200 Meter lang und zeigt rund 2500 Figuren.

Am Ende der Straße steht eines der Wahrzeichen Roms, das Kolosseum, zugleich eine der berühmtesten Ruinen der Welt - ein Zeuge großartiger, römischer Baukunst und tragischer, in der Zeit vergessener Einzelschicksale von Menschen, die im Inneren einen brutalen Tod gefunden haben.  Bei Festspielen konnte das Kolosseum, das 80 nach Christus unter Kaiser Vespasian erbaut worden war, 40.000 Menschen fassen.

Wenige Meter vom Kolosseum entfernt steht der sehenswerte Triumpfbogen des Kaisers Konstantin, der 312 nach Christus vom römischen Senat errichtet wurde. Dahinter befindet sich das beeindruckende Foum Romanum. Das Forum steht auf ehemaligen Sumpfland, das zu Beginn des siebten Jahrhunderts vor Christus von dem etruskischen König Lucius Tarquinius Priscus trockengelegt und als Baugelände in die eigentliche Stadt mit einbezogen wurde. Während der Römischen Kaiserzeit erlebte das Gelände einen prachtvollen Ausbau. Heute befindet sich hier eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten der Stadt. Hinter dem Forum Romanum hat man vom Palatin-Hügel aus den besten Ausblick auf den Sonnenuntergang. (Um diesen zu erleben sollte man ab dem Trevi-Brunnen für die Piazza Venetia und das Kolosseum etwa zwei Stunden einplanen.)

Den Bahnhof Termini und das Ende unseres Rundgangs erreicht man von hier aus zu Fuß in etwa einer halben Stunde. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Abstecher zu einer der großartigsten Basiliken Roms, der Santa Maria Maggiore, gelegen an der Piazza di Santa Maria Maggiore. Eine Besonderheit dieser Kirche sind die völlig verschiedenen Außenfassaden an ein und demselben Gebäude.

Das Forum Romanum, vom Palatin-Hügel aus gesehen

Das berühmte Kolosseum Das Forum Romanum Forum Romanum

Das Monumento Vittorio Emanuele II bei Nacht

Vorderseite der Kirche Santa Maria Maggiore Rückseite der Kirche Santa Maria Maggiore Im Inneren von Santa Maria Maggiore

 


Unser Anreisetipp:

Von Deutschland aus erreicht man Rom am besten mit dem Nachtzug "CityNightLine" ab München. Dieser Zug verlässt München Hbf täglich gegen 21 Uhr und erreicht Rom am Bahnhof Termini am nächsten Morgen gegen 9 Uhr. Am komfortabelsten reist es sich im bequemen Comfortline-Schlafwagen. Wahlweise im Economy-Abteil mit Waschgelegenheit oder im Deluxe-Abteil mit eigenem Badezimmer. Aber auch 4er- und 6er Liegewagen werden angeboten.

Mehr Infos zum günstigen Bahnfahren findet Ihr unter bahn.weltenfinder.de


Unsere Linktipps:

Günstige Unterkünfte am Lago Maggiore auf www.booking.com

Informationen zur Region Lombardei auf www.enit-italia.de

Die Stadt Rom auf www.turismoroma.it

 

 

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