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Über den Wolken  I  Ein Flug von Frankfurt nach Havanna


Verfasst und erlebt von: Tobias Letzte Aktualisierung am 17.02.2016

FRANKFURT AM MAIN, DEUTSCHLAND - HAVANNA, KUBA

Kuba 2015 - Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude groß. Wir fliegen nach Kuba! Eine Karibikinsel, von der spätestens im Geschichtsunterricht jeder einmal gehört hat. Als wir an diesem sonnigen Septembertag in der großen Empfangshalle des Frankfurter Flughafens stehen, liegen allerdings noch 8.128 Kilometer zwischen uns und dem sozialistischen Karibikstaat. Um 14:45 Uhr soll unser Flugzeug abheben. Wir sind bereits vier Stunden vorher mit dem ICE aus Stuttgart angereist.

Völlig entspannt und mit reichlich Zeit im Rücken wird also erst einmal die große Abflugtafel beobachtet - die Destinationen auf der großen Tafel reichen von Tokio und Singapur, über New York und Washington bis hin nach Kapstadt und Johannesburg. Alle paar Minuten rutschen die Ziele mit einem lauten Surren weiter nach oben. Wie werde ich das Geräusch der mechanischen Faltblattanzeiger vermissen, wenn diese bald durch neue Computerbildschirme ersetzt werden!? Genug der Nostalgieromantik, mittlerweile ist auch unser Flug angeschrieben und ebenfalls mit einem lauten Surren auf die Tafel gerutscht. Condor Flug DE 1184 nach Havanna ist zum Check-In bereit. Dieser verläuft schnell und unkompliziert, die Pässe reichen aus und auch unser eigentlich viel zu schweres Handgepäck wird nur kurz beäugt und mit dem Aufkleber "Baggage proved" versehen. Vor den Sicherheitskontrollen steht ein Pfandautmat, den Erlös kann man sich auszahlen lassen oder an verschiedene regionale Organisationen wie die Frankfurter Tafel spenden - eine tolle Idee! Nach der Sicherheitskontrolle folgt die Passkontrolle und nach einem kurzen Plausch mit dem Bundespolizisten ist ein ofizieller Deutscher Ausreisestempel in meinem Pass ;-) Erforderlich ist dieser natürlich nicht, gesammelt wird er trotzdem. Das Visum für Kuba, die so genannte Tourismuskarte allerdings ist ein Muss. Diese gibt es für fünfundzwanzig Euro am Check-In Schalter.

Auf dem Weg zum Flughafen (ICE Stuttgart-Frankfurt) Leergutautomat mit Spendenfunktion Das Ziel vor Augen

Flughafen Frankfurt am Main

Gegen 14 Uhr beginnt das Boarding, wir lassen uns Zeit, die Plätze sind ja reserviert und der Flug wird lang. Als eine der letzten Gäste steigen wir in die Condor Boeing 767-300 im Retro-Look. So historisch das Flugzeug von außen wirkt, so modern ist es von innen. Condor hat im letzten Jahr seiner gesammten Langstreckenflotte ein neues Innenraumdesign spendiert. Die Sitze sind königsblau, die Kopfstützen grau, auf jeder thront ein eingestickter goldener Condor. Das Flugzeug teilt sich in drei Klassen auf, ganz vorn die Business Class, in der Mitte die Premium Economy und dahinter die Economy Class. An den Fensterseiten befinden sich jeweils eine Zweier- und in der Mitte eine Dreier-Reihe. Mit meinen hunderdreiundsiebzig Zentimetern Körpergröße sitze ich zwar fast überall bequem, aber der Abstand und die Beinfreiheit ist für die normale Economy in Ordnung. Die Rückenlehnen lassen sich recht großzügig verstellen und die Sitze selbst sind bequem. An jedem Platz liegt ein Kissen und eine dünne Decke bereit.

Wir rollen langsam über das Rollfeld in Richtung Startbahn und heben fast auf die Minute genau um 14:45 Uhr ab in Richtung Ferne...

Elf Stunden Flug liegen nun vor uns, Zeit genug vom Ziel zu träumen, nachzudenken, zu lesen oder einen Film zu schauen. Jeder Sitzplatz hat einen eigenen, kleinen Bildschirm vor sich, der in der Grundeinstellung die Flugroute anzeigt. Mit einem Fingerdruck auf das Kino-Symbol lässt sich die Bordmediathek durchstöbern. Während die Auswahl an Musik großzügig bemessen ist, stehen leider nur drei Filme und wenige Serien zur Verfügung. Wer mehr sehen will, muss für stolze zehn Euro das so genannte Premium-Entertainment-Paket hinzubuchen. Ich belasse es dabei und widme mich meinem Kuba-Reiseführer.

Nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht haben, beginnt auch schon das Catering und jedem Fluggast wird zur Begrüßung ein Campari Orange serviert. Antialkoholische Getränke sind während des gesamten Fluges kostenlos, alkoholische gibt es gegen Bezahlung. Wenig später wird auch schon das inkludierte Mittagsmenü serviert. Wer sich hier ein bisschen Luxus gönnen möchte, dem empfehlen wir das vorab bestellbare Premium Menü. Bei uns gab es geräucherten Heilbutt mit Limette und Hähnchenfilet in Chilisauce, dazu frischen Obstsalat und einen Müsliriegel. Der Flug selbst verläuft ruhig und ohne besondere Vorkommnisse, die Flugbegleiterinnen sind herzlich und auch das Lächeln wirkt wenig aufgesetzt. Die elf Stunden Flugzeit vergehen sprichwörtlich wie im Flug und circa eine viertel Stunde vor der eigentlichen Ankunftszeit setzten wir das erste Mal im Leben auf dem amerikanischen Kontinent auf.

Unsere Maschine im Retro-Look (Flughafen Frankfurt am Main) Ganz offiziell mit deutschem Ausreise-Stempel ;-) Unsere Maschine im Retro-Look (Flughafen Frankfurt am Main)

Unsere Maschine im Retro-Look (Flughafen Frankfurt am Main)

Im Inneren der Boing 767-300 (Economy-Class) Im Inneren der Boing 767-300 (Economy-Class) Im Inneren der Boing 767-300 (Economy-Class, vorne Premium-Economy)

Über den Wolken

Der erste Gang des Premium Menüs Der zweite Gang des Premium Menüs Der zweite Gang des Standard Menüs

Land in Sicht!

Über den Wolken Die Zollerklärung wird im Flugzeug ausgefüllt Wenige Minuten bis zur Landung

Draußen dämmert es, zumindest glauben wir das, da rundherum alle Fenster vollständig beschlagen sind. Mittlerweile sind die Flugzeugtüren geöffnet und wir überwinden eine unwirkliche Wand aus feuchter, heißer und etwas stickiger Luft. Kuba, wir sind da! Ein kleiner Spaziergang über das Rollfeld ist erforderlich, ehe man sich, immer unter den Augen der umherstehenden Beamten in ihren grünbraunen Uniformen in die Schlangen zur Passkontrolle einreihen kann. Vor uns liegt eine beige Plastikwand mit vielen kleinen Türchen, darüber rote Nummern, dahinter finden die Zollkontrollen statt. Die ganze Anlage erinnert mehr an Umkleidekabinen in einem Schwimmbad, als an eine Grenze. Jeder muss einzeln eintreten. Nach einer viertel Stunde bin ich an der Reihe. Nun stehe ich also in dieser kleinen Kabine, keine vier Quadratmeter groß, mir gegenüber eine kleine Frau mittleren Alters in leger sitzender Uniform und mit sympathischen Gesichtsausdruck. Mein Pass wird einmal durchgeblättert, alle Stempel akribisch begutachtet und gegen das Licht gehalten. Das Visum wird in der Mitte einmal außeinander gerissen und gestempelt. Danach wird noch ein Foto von mir geschossen und mit einem lautstarken "Welcome to Cuba" der Pass zurück gegeben. Mit einem lauten surren öffnet die cremfarbene Plastiktür vor mir. Noch ein Schritt und wir sind ganz offiziell in Havanna, Kuba angekommen.

Airport José Martí Havanna 

Airport José Martí Havanna Oldtimer am Airport José Martí Havanna Auf dem Weg in die Stadt 

Erste Begegnung mit den Köpfen der Revolution


 

Unser Anreisetipp:

Wir sind mit Condor in etwas mehr als zehn Stunden bis Havanna geflogen. Hin- & Rückflug gibt es ab 598 Euro in der Economy und für alle die es etwas luxuriöser mögen ab 1.498 Euro in der Business Class.

 


Bei unserer Anreise nach Kuba wurden wir von Condor unterstützt. Unsere Meinungen und Einschätzungen bleiben davon natürlich unberührt und entsprechen dem Blogger-Kodex.

 

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